Höhepunkte am Kocher-Jagst-Trail


In den folgenden kurzen Texten möchten wir Sie über Sehenswertes am Wanderweg informieren. Manches gut zu erkennen, wie eine Burg oder ein Denkmal, manches nur durch Glück zu sehen, wie ein seltener Schmetterling oder eine Pflanze. Gehen Sie erst mit den Augen, dann mit dem ganzen Körper auf Entdeckungsreise!

Blaufelden

Der auf der Hohenloher Ebene nahe an der Grenze zu Bayern gelegene Ort war einst Station an der Postroute von Nürnberg nach Straßburg. Sehenswert ist die ehemalige Kirche St. Ulrich mit romanischen Spuren (wenn geschlossen, Schlüssel bei Frau Herrmann, Pfarrgasse 12). Von der Empore des Kirchturms erklingen sonntäglich die Posaunen.

















Kirche St. Ulrich in Blaufelden
(Foto: Gemeinde Blaufelden)

Amlishagen

Der hoch über der Brettach gelegene Ort wird geprägt durch die Schildmauer einer einst mächtigen Burg. Sehenswert sind Schloss und Kirche aus dem 18. Jahrhundert im typischen Markgrafenstil mit der Kanzel über dem Altar.











Die Burg im Gerabronner Teilort Amlishagen.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Saline Brettachtal

Die Saline im Brettachtal ist ein interessantes technisches Denkmal, worauf auch die Infotafeln unmittelbar am Jagststeig hinweisen. Die Entdeckung der salzhaltigen Quellen führte im 18. Jahrhundert zum Bau von Schächten, aus denen das salzhaltige Wasser gepumpt wurde. In dem Gradierwerk wurde durch die Rieseltechnik der Salzgehalt des Wassers dank der Verdunstung erhöht. Anschließendes Erhitzen der Sole führte zur Gewinnung des begehrten Salzes.

Kirchberg/Jagst

Die „Perle des oberen Jagsttals“ ist die ehemalige Residenzstadt der Fürsten von Hohenlohe-Kirchberg. In der bezaubernden Altstadt erlebt man den Flair einer vergangenen Zeit. Im Redidenzschloss mit Schlosshof haben zahlreiche Künstler ein Atelier. Läden mit antiken Büchern und Töpferwaren laden zum Stöbern ein. Jährlich finden Veranstaltungen wie der Mittelalter- oder Büchermarkt statt und im Sandelschen Museum werden interessante Wechselausstellungen gezeigt.









Eng wird es in der Altstadt von Kirchberg/Jagst. Schmale Gassen führen an den prächtig restaurierten Fachwerkhäusern vorbei. Hier kann man Geschichte hautnah spüren.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Mistlau

Der Ort an der Jagst liegt im Mittleren Muschelkalk. Hier ist das Tal daher eng und bietet kaum Platz für die Anlage von Äckern, Wiesen und einer Siedlung. Die aus dem Mittelalter stammende und einst zu einem Kloster gehörende Kirche besitzt wertvolle Wandmalereien, die erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts frei gelegt und restauriert worden sind (Schlüssel bei Familie Leidig, Wanderstraße 7).











Das Innere der Kirche in Mistlau ist beeindruckend.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Burg Burleswagen

Oberhalb des Jagsttals bei Nedenfels befindet sich die bereits im 11. Jahrhundert erwähnte Burg Burleswagen. Trotz Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg sind noch mittelalterliche Bauteile im Bereich des Bergfriedes und der Umfassungsmauern vorhanden. Da die Burg im Privatbesitz ist, kann sie nicht besichtigt werden. Als Wanderer erhält man vom großen Eisentor zum Park einen guten Eindruck von der Anlage.
















Die Burg Burleswagen ist nicht zu besichtigen, ein Blick lohnt sich dennoch.
(Foto: Dr. Konrad Lechner)

Crailsheim

Die verkehrsgünstig an der Jagst gelegene Stadt wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört. Einige Gebäude aus vergangenen Zeiten sind jedoch erhalten geblieben. Dazu gehören die Johanneskirche und das Spital zum Heiligen Geist, heute als Stadtmuseum genutzt. Es zeigt als Dauerausstellung Geschirr aus den früheren Crailsheimer Fayencenmanufakturen und historische Saiteninstrumente des Crailsheimer Gegenbauers Johann Stüber.







Crailsheimer Stadtmuseum im Spital
Musikinstrumente, eine mittelalterliche Badestube und Crailsheimer Fayencen sind im Stadtmuseum im Spital ständig zu sehen. Dazu kommen Sonderausstellungen.
(Foto: Stadt Crailsheim)

Kreckelberg

Ein beliebtes Ausflugsziel der Crailsheimer ist der aussichtsreiche Kreckelberg, der in den Sommermonaten sonntags bewirtschaftet ist. Interessant sind die geologische Pyramide mit den Gesteinen aus der Umgebung, ein Denkmal für einen verdienstvollen Heimatforscher und ein kleiner Tierpark.










Vom Kreckelberg hat man einen tollen Blick auf Crailsheim.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Schönebürg

Auf dem Jagststeig von Crailsheim in Richtung Wildenstein führt die Route auf die über 500 m hohe Schönebürg. Ihr Name geht wohl auf eine einstige keltische Fliehburg und auf ein Schloss zurück, das nach der Sage einmal dort stand. Heute befindet sich auf der Schönebürg ein Denkmal für König Karl von Württemberg und einige Mammutbäume.

Europäische Hauptwasserscheide

Auf dem Höhenrücken der Crailsheimer Hart verläuft die Grenze zwischen den Einzugsbereichen von Donau und Rhein – die Europäische Wasserscheide. Da nach Westen abfließende Wasser erreicht über die Jagst, den Neckar und Rehin die Nordsee. Die nach Osten gerichteten Bäche führen ihr Wasser über die Wörnitz und Donau zum Schwarzen Meer.











Europäische Hauptwasserscheide
(Foto: Werner Schmidt)

Wallfahrtskirche St. Maria auf dem Schönenberg

Die mächtige und weit sichtbare Kirche auf dem Schönenberg oberhalb von Ellwangen wurde im 17. Jahrhundert im so genannten „Voralberger Stil“ erbaut. Diese barocke Bauweise einer Hallenkriche mit zweigeschossiger Aufteilung der Seitenschiffe hat sich nach Aussage des Historikers Georg Dehio aber vermutlich in Süddeutschland entwickelt. Besonders eindrucksvoll ist der Hochaltar aus dunklem Marmor.










Hoch über Ellwangen thront die Wallfahrtskirche. Sie ist schon von weitem ein Blickfang.
(Foto: Michael Schultz)

Schloss Ellwangen

Wie die Wallfahrtskriche auf dem Schönenberg liegt auch das Schloss Ellwangen oberhalb der Stadt. Vorgängerbau war eine Burg aus der Stauferzeit. Aus einer späteren Festung und einem Renaissanceschloss entstand im 18. Jahrhundert das heutige Schloss im Baustil Barock. Das Schloss Ellwangen beherbergt ein Museum mit Fayencen, Gussplatten und Werke eines einheimischen Malers. Für Gruppen ist die Themenführung „Mit König Lustik durchs Schloss“ zu empfehlen. Im Sommer finden Theateraufführungen statt.










Das Schloss ob Ellwangen beherbergt ein Museum.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Ellwangen an der Jagst mit der Basilika St. Veit

Auf dem Weg durch Ellwangen führt der Jagststeig an der Basilika St. Veit vorbei. Die um 1200 erbaute Kirche ist das Wahrzeichen der schönen Stadt. Nach dem Geografen Robert Gradmann handelt es sich um eines der wichtigsten Baudenkmale der staufischen Ära. Im 18. Jahrhundert ließ der Fürstprobst die Kirche von oberitalienischen Künstlern im barocken Stil ausgestalten. Dabei blieb jedoch die romanische Struktur erhalten. Neben der Basilika St. Veit befindet sich das nach einem Entwurf von Balthasar Neumann errichtete Landgericht.












Basilika St. Veit in Ellwangen.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Hohenberg mit der Jakobuskirche

Ein Höhepunkt des Kocher-Jagst-Trails ist der auf dem Bühlersteig gelegene und aus den Wäldern der Ellwanger Berge herausragende Hohenberg. Zunächst beeindruckt die großartige Aussicht von den Kaiserbergen über die Ostalb bis hinüber zur Frankenhöhe. Die Jakobuskirche aus dem 11. Jahrhundert errinnert an den Jakobsweg, der hier vorbeiführt. Das Nordportal des heutigen Baus stammt noch vom Vorgängerbau. Der im mystischen Halbdunkel liegende Innenraum der Kirche mit seinen leuchtenden Bildfenstern vom Künstlerpfarrer Sieger Köder lädt den Wanderer zum Verweilen und zur Besinnung ein. Auch die Fassade des Pfarrhauses wurde von ihm bemalt. In Rosenberg, welches über eine Abzweigung zu erreichen ist, befindet sich auch das Sieger Köder-Museum.












Die Jakobuskirche thront auf dem Hohenberg.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Ehemaliger Steinbruch mit Schilfsandstein

Nördlich von Bühlerzell unmittelbar am Bühlersteig befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, in dem der Schilfsandstein gut aufgeschlossen ist. Der Name des Gesteins geht auf enthaltene Schachtelhalme zurück, die früher von den Arbeitern als „Schilf“ angesehen wurde. Der feinkörnige Sandstein wurde häufig als Bau- und Ornamentstein verwendet. Neben Quarzkörnern sind besonders Glimmerplättchen weit verbreitet. zwischen den Sandsteinlagen treten auch Tonsteine auf. Dei Farbe an nicht verwitterten Flächen wechselt von gelb bis grün.

Bühlertann

Bühlertann gehörte einst zum Territorium der Fürstpröbste von Ellwangen. Daran erinnert die in die Befestigung integrierte Gangolfkapelle aus dem 15. Jahrhundert. Auf dem Zugangsweg zum Bühlersteig kommt man übrigens an einer sehenswerten und geschützten Wacholderheide vorbei, auf der mehrere Enzianarten vorkommen.












Blick auf Bühlertann.
(Foto: Gemeinde Bühlertann)

Einkorn

Etwa 200 m hoch über Schwäbisch Hall gelegen, erhebt sich der „Hausberg“ der Stadt, der Einkorn, mit seinem stets zugänglichen Aussichtsturm. Die großartige Aussicht erfasst das gesamte obere Kochertal, die umgebenden Berge des Schwäbischen Wald und die sich anschließende Hohenloher Ebene. Ein steinzeitlicher Wanderweg tangiert hier den Bühlersteig und ein Gasthaus mit Biergarten verführt zur Einkehr.










Vom Schwäbisch Haller Hausberg – dem Einkorn – hat man einen fantastischen Blick ins Land.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Schwäbisch Hall

Die ehemalige Salzsieder- und Reichsstadt liegt am Beginn des Kochersteigs und lockt mit ihrem vollständig erhaltenen, mittelalterlichen Flair. Die Fachwerkbauten aus mehreren Epochen, die sich in der Altstadt aneinander reihen, sind traumhaft anzusehen. Im Mittelpunkt steht die St. Michaels Kirche mit der gewaltigen Freitreppe. Auf ihren Stufen finden jährlich die Freilichtspiele statt. In der Kunsthalle Würth sind Ausstellungen von Weltrang zu sehen. Seit 2012 beherbergt die Johanniterkirche in der Sammlung „Alte Meister“ die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren. Im Solebad kann in heilkräftiger Natursole gebadet werden. Einkaufen, Einkehren, Übernachten und Entspannen – in Schwäbisch Hall ist alles möglich.










Schwäbisch Hall bezaubert mit Fachwerkkulisse und bietet erholsame Rastplätze am Kocher-Ufer.
(Foto: HS-Tourismus)

Braunsbach

An die große jüdische Gemeinde erinnert das Rabbinatsmuseum (geöffnet April bis Oktober an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr oder nach Anmeldung unter Tel. 07906 8512). Braunsbach war Sitz eines Bezirksrabbiners und hatte eine israelitische Schule. In der Nähe befindet sich die größte Stahlbetonbrücke Deutschlands mit 1128 m Länge und 185 m Höhe, auf der die A6 das Kochertal überquert.

Burg Tierberg

Die hübsche Schlossanlage war einer der Schauplätze des Heimatromans „Die Heilige und ihr Narr“ von Agnes Günther. Das bereits vor dem 1. Weltkrieg geschriebene Buch wurde zu einem Bestseller. In diesem wird die Burg als “Schloss Schweigen“ erwähnt.










Auf einem Bergvorsprung liegt die Burg aus dem 13. Jahrhundert.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Kirche und Krypta Unterregenbach

Die aus dem Mittelalter stammende Kirche wurde um 1500 mehrfach verändert. Unter dem Pfarrhaus befindet sich eine frei zugängliche und beeindruckend restaurierte Krypta mit kleinem Ausgrabungsmuseum. Kirche und Krypta sind von Ostern bis Oktober für Besichtigungen geöffnet.












Krypta in Unterregenbach.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Buchenbach

Die aus dem Mittelalter stammende Chorturmkirche in Buchenbach besitzt Wandmalereien aus der gleichen Zeit. Im Ort auf der Anhöhe befindet sich zudem ein turmartiges Schloss mit Fachwerkgiebel.

















Der kleine Ort Buchenbach ist idyllisch an der Jagst gelegen.
(Foto: Reinhard Hölzl)

Rötelbachtal

In dem zivilisationsfernen Seitental der Jagst wurden seltene Schmetterlinge und Insekten nachgewiesen. So kann beispielsweise der „Schmetterlingshaft“ beobachtet werden. Dieses zu den Netzflüglern gehörende Insekt ist südlich der Alpen häufig, in Mitteleuropa kommt es nur in wenigen warmen Lebensräumen vor. Die überirdische Stille beeindruckt im Rötelbachtal ebenso wie die sehenswerte Flora. So ist hier die Türkenbund-Lilie oder das Purpur-Knabenkraut beheimatet.









Der  „Schmetterlingshaft“ ist im Rötelbachtal zu Hause. Seine Lebensweise ähnelt der einer Libelle. Er macht im Flug Jagd auf Schmetterlinge.
(Foto: Dr. Konrad Lechner)

  Suche:
       
 Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e. V. - Karl-Kurz-Straße 44 - D-74523 Schwäbisch Hall - Tel.: +49 (0) 791/755-7444 - E-Mail: info@hs-tourismus.de
 
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.